Die Universität Wien im Zweiten Weltkrieg

1939–1945

Besonders gegen Ende des Zweiten Weltkrieges litt die Universität Wien unter den Einberufungen und anderen kriegsbedingten Einschränkungen sowie ab 1944 unter mehreren Bombentreffern.

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In den letzten Kriegsjahren wurden Studierende, aber auch vermehrt Lehrende der Universität Wien zum Dienst in die Wehrmacht eingezogen. Die Studien- und Forschungsmöglichkeiten waren bereits mit der 1943 begonnenen Auslagerung von Bibliotheks- und Archivbeständen sowie mit dem kriegsbedingten Papiermangel stark eingeschränkt.

Teile des Hauptgebäudes der Universität Wien wurden für andere Zwecke verwendet. Im Zuge alliierter Luftangriffe hatte die Universität im September 1944 erstmals Bombentreffer zu verzeichnen. Bis Kriegsende waren 30 Prozent ihres Baubestandes und 65 Prozent der Dacheindeckung zerstört. Kein Universitätsgebäude blieb von schweren Beschädigungen verschont.
Der „totale Kriegseinsatz“ erreichte im Wintersemester 1944/45 also auch die Universitäten, im gesamten Deutschen Reich halbierte sich die Zahl der Studierenden infolge der Einberufungen an die Front, zu Arbeitsdienst und „Volkssturm“ im Vergleich zum Vorsemester. Nachdem gegen Ende des Krieges 1945 das gesamte Personal der Universität Wien zum „Volkssturm“ herangezogen und die Universität gesperrt worden war, wurde am 10. April das Universitätsviertel durch die Rote Armee besetzt.
Nur zwei Wochen später erfolgte die Neu-konstruierung der akademischen Behörden.

Katharina Kniefacz, Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert am : 28.01.2017 - 10:14