Anneliese Schnell, OR Dr. phil.

19.12.1941 – 14.7.2015
geb. in Wien

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Ehrenzeichen Ehrenz. gold. 2006/07 Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie

Anneliese Schnell nahm 1959 ein Lehramtsstudium für Mathematik und Physik auf. Ab 1961 studierte sie auch Astronomie und wurde bereits während ihres Studiums 1966 wissenschaftliche Hilfskraft an der Sternwarte an der Philosophischen Fakultät (später Institut für Astronomie an der Formal- und Naturwissenschaftlichen Fakultät) der Universität Wien. Mit einer Dissertation über "Systematische Bewegungseffekte in Geschwindigkeitsfeldern" promovierte sie 1967 zum Dr. phil., wurde anschließend Hochschulassistentin, 1977 wissenschaftlicher Oberkommissär, 1978 Rat und schließlich 1982 Oberrat. Als Vertreterin des Mittelbaues war sie auch Mitglied des Fakultätskollegiums der Formal- und Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Im Büro der Sternwarte übernahm Schnell die Zusammenstellung der Jahresberichte für Mitteilungen der Astronomischen Gesellschaft, organisierte zahlreiche internationale Fachtagungen und Workshops, betrieb Öffentlichkeitsarbeit, beantwortete Anfragen und hielt populäre Vorträge. Bis 1974 betreute sie auch die Institutsbibliothek. Ab 1995 war sie auch als Mitglied des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen der Universität Wien tätig (2001 Vorsitzende).

Anneliese Schnell wurde 1974 als erste Frau in den Vorstand der Astronomischen Gesellschaft gewählt (bis 1980). Ab 1993 war sie Mitherausgeberin der Zeitschrift „Die Sterne“, die ab 1997 unter dem Titel „Sterne und Weltraum“ erschien (Mitherausgeberin bis 2008). Zwischen 2007 und 2014 war sie Vorsitzende des Arbeitskreises der Astronomischen Gesellschaft für Astronomiegeschichte.

Die Universität Wien verlieh ihr am Frauentag 2007 das goldene Ehrenzeichen.

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Katharina Kniefacz
Nein