Carl Auer von Welsbach, Prof. Dr.

1.9.1858 – 4.8.1929
geb. in Wien gest. in Mölbling

Chemiker, Erfinder, Unternehmer

Entdecker der vier chemischen Elemente Neodym, Praseodym, Ytterbium und Lutetium. Erfinder des Glühstrumpfs im Gaslicht („Auerlicht“), der Metallfadenlampe und des Zündsteins („Auermetall“)

Chemiker, Erfinder, Unternehmer

Entdecker der vier chemischen Elemente Neodym, Praseodym, Ytterbium und Lutetium. Erfinder des Glühstrumpfs im Gaslicht („Auerlicht“), der Metallfadenlampe und des Zündsteins („Auermetall“)

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Raumbenennung Carl Auer von Welsbach-Hörsaal 2010 Fakultät für Physik

1877–1878 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger (Leutnant-Patent), studierte 1878-1880 an der Technischen Hochschule Wien Mathematik, allgemeine organische und anorganische Chemie, allgemeine und technische Physik und Wärmetheorie, 1880 Wechsel an die Universität Heidelberg (Dr. phil. 1882), ab arbeitet er als Privatgelehrter am Chemischen Institut der Universität Wien bei Professor Adolf Lieben.

1885 Entdeckung der neuen Elemente Praseodym und Neodym; Herstellung von ersten Glühkörpern aus Lanthanoxid, mit denen er die Gasflamme strumpfförmig umhüllt. 1887 Erwerb der Fabrik für chemisch-pharmazeutische Erzeugnisse Würth & Co in Atzgersdorf zur industriellen Herstellung der Glühstrümpfe. 1890 Entwicklung des Pasteverfahrens zur Herstellung von Glühfäden aus hochschmelzenden Metallen, 1891 Patentierung eines neuen, verbesserten Glühkörpers, 1892 Gründung der Firma Auergesellschaft Berlin, 1898 Patentierung der ersten Metallfadenglühlampe mit Anwendung der von ihm erfundenen Pulvermetallurgie für hochschmelzende Metalle, 1902 Markteinführung der ersten industriell gefertigten Osmiumlampen unter der Bezeichnung "Auer-Oslicht", 1903 Patentierung seiner pyrophoren Zündsteinlegierung In der Patentschrift wird als optimale Zusammensetzung ein Anteil von 70 % Cer und 30 % Eisen angegeben (Auermetall). 1905 Veröffentlichung der Spektren und Atomgewichte der beiden neuentdeckten Elemente Aldebaranium und Cassiopeium, 1906 Gründung der Firma Osram, 1907 Umwandlung des Auer von Welsbach’schen Werkes Treibach in Treibacher Chemische Werke G.m.b.H. zur Erzeugung der Cereisen-Zündsteine und Glühfäden, 1908 erstmalige Herstellung von Farbfotos in Österreich, 1910–1924 Forschungen auf dem Gebiet der Seltenen Erden und radioaktiven Stoffe zum Einsatz in der Strahlentherapie.

2008 fand in der Universitätsbibliothek die "Auer von Welsbach Ausstellung" statt.

Seit 2008 schreibt die Universität Wien ein Auer von Welsbach-Stipendium aus.

2010 wurde der Größte Hörssal an der Fakultät für Chemie nach ihm benannt.

Herbert Posch
Nein