Dieter Johannes Schweizer, em. Prof. Dr.

6.6.1938
geb. in Basel

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
EhrenbürgerIn 2016

Dieter J. Schweizer studierte Biologie, Chemie und Physik mit Schwerpunkt auf Botanik und Genetik an den universitäten Basel und Zürich. 1970 Promotion summa cum laude In Zürich, einem frühen Zentrum für genetische und molekularbiologische Forschungen, Magister der freien Künste, Forschungs- und Lehraufenthalte in Basel, Oxford, Norwich (John Innes Institute), Wien und Kaiserslautern.

Ab 1974 arbeitete Dieter Schweizer an der Universität Wien, zunächst als Gastassistent, später als außerordentlicher Professor. 1978 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu "Fluoreszenzfärbung mit Basen, spezifischen DNS Liganden und Giemsa Banding von mitotischen und polytänen Chromosomen als Beitrag zum Verständnis der Organisation von Eu- und Heterochromatin" in Zytologie und Botanik, wurde 1983 a.o. Prof. und war ab 1986 o. Professor für Zytologie und Genetik am Institut für Botanik der Universität Wien modernisierte er die heimische Pflanzengenetik. Seit 1991 korrespondierendes, seit 1992 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; 2000-2007 Gründungsdirektor und Geschäftsführer des Gregor-Mendel-Instituts (GMI) für molekulare Pflanzenbiologie an der ÖAW, heute ein wichtiger Player des Campus Vienna Biocenter, und fokussierte die Forschung auf den Modellorganismus Arabidopsis (Ackerschmalwand) dessen DNA-Sequenzierung damals bereits erfolgt war. 2004 wurde er zum Leiter des Departments für Chromosomenbiologie, Max F. Perutz Laboratorien, Universität Wien am Campus Vienna Biocenter bestellt, 2006 emeritierte er als Universitäts-Professor und 2007 als GMI-Direktor und ab Herbst 2011-2015 inhaltlicher und wissenschaftlicher Leiter des 650-Jahr-Jubiläums der Universität Wien (2015).

Seine Forschungsschwerpunkte sind Chromosomenbiologie, Heterochromatin und Epigenetik, Meiose, DNA-Reparatur und Chromosomenevolution

2000 war er Gründungsmitglied der sog. Brünn/Brno-Initiative: Renovierung und Neukonzeption des Mendel Museums und Errichtung eines Konferenzzentrums, und 2000–2011 war er Obmann Fördervereins "VfG | Verein zur Förderung der Genomforschung"

Ausgezeichnet u.a. mit dem Forschungspreis des Schweizerischen Nationalfonds (1971), Mitglied der Argentinischen Akademie der Wissenschaften (2000), Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis (2004), Honorary Emeritus Fellow des GMI (2008) wurde er 2015 mit einem hochrangig besetzen Symposium "Von Genen und Chromosomen" (2015) geehrt und 2016 zum Ehrenbürger der Universität Wien ernannt.

Herbert Posch
Nein