Erika Weinzierl, o. Prof. Dr.

6.6.1925 – 28.10.2014
geb. in Wien gest. in Wien

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Raumbenennung Erika-Weinzierl-Saal 2016 Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Lange Zeit war Erika Weinzierl die einzige Ordinaria im Fachbereich Geschichte in Österreich. Früher als viele ihrer Kollegen setzte sie sich bereits in den 1960er Jahren mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Antisemitismus auseinander und forderte ein selbstkritisches Nachdenken über den österreichischen Anteil am Holocaust. Erika Weinzierl hat für die Zeitgeschichtsforschung sowohl in Österreich als auch international Bedeutendes geleistet.

Nach ihrer Promotion an der Universität Wien 1948 arbeitete sie am Haus- Hof- und Staatsarchiv. Sie habilitierte sich in Wien 1961. Drei Jahre danach wurde sie zum Vorstand des kirchlichen Instituts für Zeitgeschichte nach Salzburg berufen und später zur Ordentlichen Professorin für österreichische Geschichte mit besonderer Berücksichtung der Zeitgeschichte ernannt. Von 1979 bis 1995 lehrte sie am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Als Emerita blieb sie in der Zeitgeschichtsforschung tätig.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer fasste Erika Weinzierls öffentliche Wirkungsmacht als Historikerin und kritische Stimme 2014 treffend zusammen:

"Sie war mutig, sie hat die Dinge beim Namen genannt und sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass unser Bild über den Nationalsozialismus der Wahrheit näher gerückt wurde."

► Zur Person

► Zur Einweihung des Erika-Weinzierl-Saales im Hauptgebäude der Universität Wien am 7. Juni 2016

Nein

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