Friedrich Johann Becke, Univ.-Prof. Dr.

31.12.1855 – 18.6.1931
geb. in Prag gest. in Wien

Funktionen

DekanIn Philosophische Fakultät 1907/08
Senator Philosophische Fakultät 1913/14
Senator Philosophische Fakultät 1914/15
Senator Philosophische Fakultät 1915/16
Rektor Philosophische Fakultät 1918/19

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Raumbenennung Friedrich-Becke-Seminarraum Philosophische Fakultät
Denkmal Arkadenhof 1956 Philosophische Fakultät

Friedrich Johann Becke (1855-1931), Mineraloge und Petrograph. Er studierte ab 1874 bei Gustav Tschermak (Promotion zum Dr.phil. 1880) und ab 1878 Assistent von Tschermark. Er habilitierte 1880 zum Privatdozenten für Mineralogie und Petrographie an der Universität Wien, wurde 1882 an der Universität Czernowitz außerordentlicher, dann ordentlicher Professor 1890 an der Universität Prag und 1898 schließlich an der Universität Wien, Begründer der mod. Gesteinslehre in Wien, Erfinder einer Bestimmungsmethode für Mineralien aufgrund ihrer optischen Eigenschaften ("Beckesche Lichtlinienmethode"), Namengeber für die "Beckesche Linie", Rektor 1918/19, korresponmdierendes (1892) bzw. wirkliches Mitglied (1898) der Akademie der Wissenschaften, 1911-29 Generalsekretär. Er wirkte auch als Volksbildner ("Volkstümliche Universitätskurse") und war Obmann bzw. Ehrenpräsident des "Wiener Volksheims". Er wies der Petrographie neue Bahnen und leistete einen Beitrag zum Ausbau der Mineraloptik. Seine wiss. Arbeiten befaßten sich v. a. mit der Erforschung der Feldspatgruppen, der kristallinen Schiefer und der Kristalle. Er gilt als Erfinder einer Bestimmungsmethode für Mineralien aufgrund ihrer optischen Eigenschaften.

1926 wurde er zum Bürger der Stadt Wien ernannt.Ein Denkmal im Arkadenhof von André Roder wurde 1956 eröffnet.Der 1926 eröffnete Gemeindebau in Wien 16., Thalheimergasse 32-38/Brüßlgasse 34-38 wurde ihm zu Ehren benannt in Dr.-Friedrich-Becke-Hof.

Maisel 2007, Nr. 29, S. 44 Czeike, I S. 297
Herbert Posch
Ja