Gerard van Swieten

7.5.1700 – 18.6.1772
geb. in Leiden gest. in Schönbrunn

Studiendirektor, Leibarzt Maria Theresias, Präfekt der Hofbibliothek, Universitätsreformer

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Denkmal Arkadenhof 1905 Medizinische Fakultät

Der aus Leiden stammende Leibarzt der Kaiserin Maria Theresia reformierte 1749 das Medizinstudium an der Universität Wien grundlegend. Durch die Verbesserung der Ausstattung und eine Intensivierung des Unterrichts am Krankenbett legte er damit eine Grundlage für die spätere internationale Bedeutung der Wiener Medizinischen Schule. Seine Reformen an der Medizinischen Fakultät dienten jedoch auch wesentlich der von Maria Theresia forcierten Zentralisierung der universitären Angelegenheiten und einer weitgehenden staatlichen Einflussnahme und Kontrolle. Professoren wurden nun von staatlicher Seite berufen und besoldet. Sie waren fortan von akademischen Funktionen (wie jener des Rektors) ausgeschlossen, und allein der Lehre verpflichtet. Lehrbücher, aus denen vorgelesen wurden durfte, mussten von staatlicher Seite approbiert werden. Nach dem Vorbild der Reformen van Swietens im Bereich der medizinischen Fakultät wurden später auch die anderen Fakultäten umstrukturiert.

Gerard van Swieten war auch an dem theresianischen Neubau des "Aulagebäudes" (heute Akademie der Wissenschaften) 1755/56 beteiligt. Als Direktor der k. k. Hofbibliothek übernahm er die Handschriften und Wiegedrucke der alten Wiener Universitätsbibliothek, die 1756 aufgelöst wurde.

Ja
  • Gerard van Swieten (1700-1772), Medizin

    Text im Bild (unten): "Gerardus L. B. van Swieten. Augg. Imperatoris et Imperatricis a consiliis, Archiater com. Biblipthecae Augustae Praefectus,...

    BestandgeberIn: Archiv der Universität Wien UrheberIn: Leupold (Druck: I. Iac. Haid) Signatur: 135.25