Josef Hupka, Prof. Dr.

22.2.1875 – 23.4.1944
geb. in Wien gest. in Theresienstadt

Funktionen

Senator Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1925/26
DekanIn Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1926/27

Josef Hupka studierte Rechtswissenschaft an der Universität Wien und erwarb 1897 den Grad eines 'Dr. jur.'. 1900 heiratete er Hermine Brüll.

1902 wurde Josef Hupka habilitiert und begann als Privatdozent für römisches Privatrecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien zu lehren. Wenig später habilitierte er sich auch für Handelsrecht. Er wurde 1906 zum ao. Professor und 1915 zum o. Professor für Handelsrecht ernannt und fungierte 1926/27 auch als Dekan der Juridischen Fakultät der Universität Wien. 
Er engagierte sich gegen den in der Zwischenkriegszeit wachsenden Antisemitismus an der Universität Wien und setzte sich u.a. gegen die 1930 erlassene „Gleispachsche Studentenordnung“ und für deren Aufhebung ein.

Josef Hupka wurde im Nationalsozialismus aus rassistischen Gründen verfolgt und 1938 seines Amtes enthoben (zwangspensioniert) und von der Universität Wien vertrieben. Am 31. März 1939 wurde ihm auch das Ruhegehalt aberkannt.

Gemeinsam mit seiner Frau konnte er über Zürich/Schweiz in die Niederlande emigrieren. Mehrere Versuche, von dort nach England, Frankreich oder in die USA scheiterten.
1943 wurde das Ehepaar in Amsterdam verhaftet und in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo Josef Hupka am 23. April 1944 starb. Seine Witwe Hermine Hupka wurde 1944 weiter nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.

DEGENER 1935; ÖBL Bd. 3 1965; WININGER Bd. 3 1928.
Katharina Kniefacz
Ja