Martin von Lorenz, Dr. theol.

7.9.1748 – 24.4.1828
geb. in Blons, Vorarlberg gest. in Wien

Funktionen

Rektor 1794/95

Martin Lorenz war der Sohn eines Gerichtsschreibers. Er studierte Philosophie an der Universität Mailand und Theologie an der Universität Wien. Die Priesterweihe empfing er in Chur. 1776 erhielt er an der Universität Wien den Titel Doktor der Theologie, arbeitete anschließend am Wiener Generalseminar und als Kustos an der Universitätsbibliothek. Nach der Tätigkeit als Referent in Studien- und geistlichen Sachen in Graz wurde er 1787 Direktor des Wiener Generalseminars. Im Studienjahr 1794/95 fungierte er zudem als Rektor der Universität Wien.

Martin Lorenz wurde zum kaiserlichen Regierungsrat, später Staatsrat und Kabinettsreferent für Kirchen- und Unterrichtsangelegenheiten ernannt – eine Position, die er 27 Jahre lang ausüben sollte. Lorenz – ein entschiedener Vertreter des Josephinismus – konzipierte die 1805 von Kaiser Franz I. erlassene Schulreform („Politische Verfassung der deutschen Schulen in den k. auch k. k. deutschen Erbstaaten“), die ab 1806 in Österreich-Ungarn in Kraft trat. Er wurde 1807 in den Adelsstand erhoben und später zum ungarischen Ehrenprälaten zu St. Salvator in Kaparnar ernannt. 

> Österreichisches Biographisches Lexikon
> Wikipedia

Katharina Kniefacz

Zuletzt aktualisiert am 03.09.2018 - 18:37