Oswald Menghin, Prof. Dr.

19.4.1888 – 29.11.1973
geb. in Meran, Südtirol gest. in Buenos Aires

Urgeschichtsforscher. Politiker, Unterrichtsminister

Urgeschichtsforscher. Politiker, Unterrichtsminister

Funktionen

DekanIn Philosophische Fakultät 1928/29
Rektor Philosophische Fakultät 1935/36

Studierte an der Univeristiät Wien (Staatsprüfung Institut für Österreichische Geschichtsforschung 1911), 1910-18 Archiv und Bibliothek des Landes Niederösterreich, 1913 Habilitäation für Urgeschichte an Universität Wien (ao. Prof. 1918, o.Prof. 1922). Als überzeugter Natsozialist zählte er zu den akademischen Wegbereitern der Natsozialismus und gehörte 1938 dem Kabinett Seys-Inquart als Unterrichtsminister an. 1938 –45: Direktor des Urgeschichtlichen Instituts. Im Oktober 1945 vom Liquidator enthoben, stand er auf der ersten Kriegsverbrecherliste, Voruntersuchung wurden eingeleitet (eingestellt Oktober 1956), zwei Jahre amerikanisches Internierungslager, in den Ruhestand versetzt im Mai 1957, wobei er bereits 1948 nach Argentinien ausgewandert war und dort als Professor an der Universität Buenos Aires und ab 1957 Universität von La Plata arbeitete, Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle.1936-1948 wirkliches Mitglied der Österreichischen akademie der Wissenschaften, 1948-1973 korrespondierendes Mitglied im Ausland.

Herbert Posch
Nein