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"Die Universität als Exerzierplatz des Faschismus", Zeitungsartikel in: Die Rote Fahne, 21. Jänner 1927

BestandgeberIn: Österreichische Nationalbibliothek Wien, ANNO | www.anno.onb.ac.at Signatur: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=drf&datum=19270121&seite=2
21.1.1927

" [...] Nun aber hat es das Rektorat gewagt, die Dinge auf die Spitze zu treiben:
Man hat dem »Amt für Leibesübungen, einer von der »Deutschen Studentenschaft« gegründeten und geleiteten Organisation, Räume der Universität zur Abhaltung von Schießübungen mit kleinkalibrigen Waffen zur Verfügung gestellt.
Und der Rektor der Universität, Molisch hat der Eröffnung, die letzte Woche veranstaltet wurde, beigewohnt, die Schießstätte im Namen des Universitälsamtes unter seinen Schutz gestellt, unter dem Beifall der zahlreichen Festgäste, so z. B. des Frontkämpferobersten Hilltl. Wer den Charakter, die Betätigung der »Deutschen Studentenschaft« kennt, ihre vom Haß gegen die Arbeiterbewegung erfüllten Pamphlete liest, die unter dem Zeichen des Hakenkreuzes auf der Universität in großer Zahl angeschlagen sind, muß klar erkennen,
daß hier im Herzen der Arbeiterstadt Wien unter den Augen und dem Schutze des Rektors die weißen Studentenbanden sich zum bewaffneten Kampfe gagen die Arbeiter einüben."

Die Rote Fahne, 21. Jänner 1027, Seite 2

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