Ereignisse

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1939 Friedrich Plattner, Staatskommissar für Erziehung, Kultus und Volksbildung in Wien (1. Mai 1939–1. Juni 1940): Liquidation und Übertragung der Aufgaben an das Reichserziehungsministerium Berlin bzw. an die Reichsstatthalter Universität Wien
1939 Einführung des „Reichsstudentenwerks“ (GBlfLdÖ. Nr. 334 vom 17. März 1939) Universität Wien
1939 1939 Institut für Wirtschaftswissenschaften (Abt. 1: Volkswirtschaftslehre und -politik; Abt. II: Finanzwissenschaft und -gesetzgebung; Abt. III: Betriebswirtschaft; Abt. IV: Gesellschaftslehre) (IUS|ReStWi) gegründet Universität Wien
1939 Aberkennung akademischer Grade (GBlfLdÖ. Nr. 716 vom 19. Juni 1939, Durchführungsverordnung GBlfLdÖ. Nr. 946 vom 10. August 1939), Kundmachung Gesetz über die Führung akademischer Grade vom 7. Juni 1939 Universität Wien
1939 zunehmend werden Studierende „mit Erbkrankheiten und schweren Leiden“ dauerhaft vom Studium ausgeschlossen (aufgrund der Richtlinien für die gesundheitliche Auslese zum Hochschulstudium REM Erl. vom 16. Dezember 1935 – W I i 4310) Universität Wien
1939 Reichshabilitationsordnung (REM RdErl. vom 17.02.1939 – WA 2920/38 Z II a (a)) Universität Wien
1938 Begünstigungen (Studienverkürzung) für nationalsozialistische Studierende die im Austrofaschismus gemaßregelt wurden (GBlfLdÖ. Nr. 544 vom 4. November 1938) Universität Wien
1938 Einstellung bzw. Amnestierung aller Disziplinarstrafen und Verweise gegen Studierende wegen illegaler politischer Betätigung (MVBl. Erl. 5567 vom 17. Februar 1938) Universität Wien
1938 Amtierender Rektor legt Amt zurück, am 16. März Ernennung Rektor 1937/38 Prof. Fritz Knoll (b. 1942/43, Prorektor Hans Hirsch (b. 1940), Arthur Marchet (ab 1940) am 19. März die Dekane: (KATH Dekan Ernst Tomek, PHIL Dekan Viktor Christian, IUR Dek Universität Wien
1938 Nach der Machtübernahme durch Nationalsozialist*innen folgt die Vertreibung und Deportation von Jüdinnen/Juden und politischen Gegner*innen aus dem Lehrkörper und der Studierendenschaft; an Universität Wien werden fast 45% aller ProfessorInnen und Universität Wien
1938 Kontingentierung der Verleihung von Ehrendoktor, Ehrensenator, Ehrenbürger oder Ehrenmitglied (REM RdErl. vom 22.03.1938 – WA 420, WU, Z II a (a)), verlängert 1940 und 1942 Universität Wien
1938 Wiedereröffnung der nach dem „Anschluss“ geschlossenen Technischen Hochschule in Wien sowie der Universität Wien (25. April 1938) Universität Wien
1938 Abänderung und Aufhebung des Hochschulerziehungsgesetzes (GBlfLdÖ. Nr. 15 vom 24. März 1938, GBlfLdÖ. Nr. 319 vom 9. August 1938) Universität Wien
1937 Studiengebührenbegünstigungen nur für Mitglieder der Vaterländischen Front (MVBl. Erl. 41 vom 5. Jänner 1937) Universität Wien
1936 Ermordung von Prof. Moritz Schlick, Protagonist des „Wiener Kreises“, auf der Philosophenstiege der Universität Wien durch einen ehemaligen Studenten, ein durch Rassismus und Intoleranz vergiftetes geistiges Klima hat dazu beigetragen (_ 1986 und 19 Universität Wien
1936 Bau eines Auditorium Maximum an Universität Wien für 1.020 Hörer*innen (Eröffnung 14. Dezember durch Kardinal Prof. Theodor Innitzer) Universität Wien
1936 Hochschullagerverordnung (MVBl. vom 5. Mai 1936, BGBl. Nr. 149 vom 14. Mai 1936), ab WS 1935/36 verpflichtende Teilnahme an Hochschullagern eingeführt (erstmals im Sommer 1936 abgehalten) Universität Wien
1935 Hochschulermächtigungsgesetz (BGBl. Nr. 266 vom 1. Juli 1935), Abschaffung der universitären Autonomie, erlaubt Unterrichtsminister direkten Eingriff in Universitätsangelegenheiten, Ernennung und Absetzung der studentischen Vertretung u.ä. Universität Wien
1935 Hochschulerziehungsgesetz (BGBl. Nr. 267 vom 1. Juli 1935): Neben Forschung und Lehre wird staatspolitische Erziehung der Studierenden zur gleichwertigen Aufgabe der Universität (Einführung von ideologischen Pflichtvorlesungen, von Schulungsdienste Universität Wien
1934 Gesetz zur Aufrechterhaltung der Disziplin unter den Studierenden (BGBl. Nr. 232 vom 6. September 1934) Universität Wien
1934 Änderung der Habilitationsnorm von 1920, Möglichkeit der vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse von Lehrenden (BGBl. Nr. 34 vom 23. Mai 1935) Universität Wien
1934 Bundeskommissär zur „Aufrechterhaltung der Disziplin“ (Otto Skrbensky) ernannt (20. September 1934, BMfUnt Erl. 27096/1-1) Universität Wien
1934 Neuregelung der Disziplinargewalt über Bundeslehrer an Hochschulen (BGBl. Nr. 334 vom 26. Oktober 1934) Universität Wien
1934 Aufgrund der anhaltenden NS-Ausschreitungen Bundeskommissär zur direkten staatlichen Verwaltung der Hochschule für Bodenkultur (Otto Skrbensky) eingesetzt (MVBl. vom 26. April 1934), dem Rektor und Professorenkollegium unterstellt werden. Skrbensky Universität Wien
1934 Änderung der Habilitationsnorm von 1920, Möglichkeit der vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse von Lehrenden (BGBl. Nr. 34 vom 23. Mai 1935) Universität Wien
1934 Im Kleinen Festsaal wird im Rahmen der volkstümlichen Universitätsvorträge der 50-jährige Bestand des Hauptgebäudes gefeiert (Festschrift „Ruhmeshalle“ von Richard Meister), Inaugurationsfest des neugewählten Rektors entfällt aus wegen der wirt Universität Wien
1933 Institut für Lebenswirtschaftskunde gegründet Universität Wien
1933 Drastischer Rückgang der deutschen Studierenden an der Universität Wien und anderen österreichischen Hochschulen infolge der 1.000-Mark-Sperre (27. Mai) durch das Deutsche Reich – in Kraft bis 1936 Universität Wien
1933 „Deutsche Studentenschaft“ aufgelöst (Erl. vom 26. Juli 1933, durchgeführt 21. September 1933) Universität Wien
1933 Im Austrofaschismus kommt es zur Entlassung mehrere Professoren und Relegierung zahlreicher Studierender Universität Wien

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