Edmund Hellmer, Prof. Dr.

12.11.1850 – 9.3.1935
geb. in Wien gest. in Wien

Edmund (ab 1912: Ritter von) Hellmer, Bildhauer des Historismus; nach Studium der Architektur und später der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künst in Wien. Mitarbeit im Atelier von Hanns Gasser, 1882-1922 ordentlicher Professor an der Akademie (1901-1922 war er abwechselnd Rektor und Prorektor der Akademie) , Lehrer von Anton Hanak, Karl Stemolak und Josef Müllner ("Siegfriedskopf"). Orientierte sich teilweise am Neobarock, beeinflusst durch A. von Hildebrand. Gründungsmitglied der Wiener Secession, bedeutender Denkmalschöpfer und Porträtist. Publizierte 1900 "Lehrjahre in der Plastik".

Werke:

Türkenbefreiungsdenkmal im Wiener Stephansdom, 1894 (1945 teilweise zerstört); Emil Jako Schindler, Wiener Stadtpark Marmor 1895; M. von Franck, Graz 1899; Johann Wolfgang von Goethe, Wiener Ringstraße Marmor 1900; Kaiserin Elisabeth, Hellbrunn/Salzburg 1901; Kastaliabrunnen, Universität Wien 1901-1904, aufgestellt 1910; Johann Strauß, Wiener Stadtpark 1921; Denkmal für Rudolf Chrobath im Arkadenhof der Universität Wien, 1927 enthüllt; Bauplastik für Universität Wien (allegorisch Figurengruppen Philosophie und Theologie, 1877), für die Wiener Hofburg, für Parlament, Rathaus, Kunsthistorisches Museum  und andere Prunkbauten der Wiener Ringstraße; Grabmäler u.a. am Wiener Zentralfriedhof für Hans Makart, 1899; Nicolaus Dumba, 1903; Hugo Wolf, 1904.

Herbert Posch

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