Julius Wiesner, Prof. Dr.

20.1.1838 – 9.10.1916
born in Tschechen b. Wischau died in Wien

Honors

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Monument in arcaded court 1927 Faculty of Philosophy

Functions

Dean Faculty of Philosophy 1881/82
Rector Faculty of Philosophy 1898/99

Julius von Wiesner (1838-1916) war Professor der Anatomie und Physiologie der Pflanzen 1873-1909, ab 1909 "Ritter von Wiesner". Er studierte in Brünn am Technischen Institut, kam 1858 nach Wien und studierte an der Universität Wien Botanik (Dr. phil. 1860). 1861 habilitierte er sich am Polytechnischen Institut für physiologische Botanik (1868 ao., 1870 o. Prof. der Anatomie u. Physiologie der Pflanzen an der Forstakademie Mariabrunn, 1873-1909 o. Prof. an der Universität Wien). Hier gründete er 1873 das Pflanzenphysiologische Institut, das erste seiner Art und förderte durch seine exakten Forschungsmethoden die technische Rohstofflehre des Pflanzenreichs. Forschungsreisen nach Ägypten, Indien, Java, Sumatra, in die Arktis und nach Nordamerika. 1898/99 war er Rektor der Universität Wien. Als sein Nachfolger Wilhelm Anton Neumann am 12. Mai 1900 von seinem Amt als Rektor zurücktrat, übernahm Prorektor Julius Wiesner für den Rest des Studienjahres die Amtsgeschäfte.

Seine wissenschaftloichen Veröffentlichungen beschäftigten sich mit den Gebieten der technischen Mikroskopie (Holzstoffreaktionen, Feinbau der Zellmembran, Papieruntersuchungen), der Einwirkung des Lichts auf die Pflanzen, des Bewegungsvermögens der Pflanzen sowie der Entstehung des Chlorophylls. 

1927 wird ein Denkmal für ihn im Arkadenhof der Universität Wien (Büste von Franz SEIFERT) errichtet, 1953 wird in Wien 22. (Leopoldau) die Wiesnergasse nach ihm benannt (15. April 1953).

Werke (Auswahl)

Die Rohstoffe des Pflanzenreichs, 2 Bände, 1873
Die Entstehung des Chlorophylls in der Pflanze, 1877
Die heliotropischen Erscheinungen im Pflanzenreiche, 2 Bände, 1878/80
Das Bewegungsvermögen der Pflanzen, 1881
Elemente der wissenschaftlichen Botanik, 3 Bände, 1881-89
Der Lichtgenuß der Pflanzen, 1907
Erschaffung, Entstehung, Entwicklung, 1916.

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert am 09/03/21

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