Campus der Universität Wien (ehemals Altes AKH)

1965–2015

Das größte Einzelprojekt, das die drückende Raumknappheit lindern sollte, war zweifellos die Umwandlung des Alten Allgemeinen Krankenhauses in den Universitätscampus Wien, der am 16. Oktober 1998 durch Rektor Wolfgang Greisenegger und Bürgermeister Michael Häupl eröffnet wurde.

Die Stadt Wien hatte im Jahre 1988 das Krankenhausareal von 96.000 m2 mit seinen historischen Höfen und Gebäudetrakten, die zum Teil bis zum Jahr 1693 zurückgehen, der Alma Mater in großzügiger Weise zum Geschenk gemacht und damit eine historische Wende in der Kooperation von Stadt und Universität Wien eingeleitet. Die Universität hat diese Jahrhundertchance ergriffen und das ursprüngliche Armenhaus und spätere Großspital in den Universitätscampus Wien, eine grüne Oase der Begegnung, des Forschens, Lehrens und Lernens aber auch der Kultur und der Geselligkeit in allernächster Nähe zum Universitäts-Hauptgebäude in einer zehnjährigen Planungs- und Bauzeit umgestaltet. Die Finanzierung dieses Großprojektes wurde durch die Schenkung der Stadt (Notariatsakt unterzeichnet von Helmut Zilk und Wilhelm Holczabek, 7.12.1988), durch Bereitstellung von Bundesmitteln, aber auch durch ein zukunftsweisendes Drittmittelprojekt der Universität Wien sichergestellt. Es konnten in dem Komplex 15 Institute der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, die bislang disloziert waren, zusammengeführt werden. Damit wurde erstmals in der langen Geschichte der Alma Mater Rudolphina eine Idee verwirklicht, die schon in dem Stiftbrief Herzog Rudolfs IV. vom 12. März 1365 angeklungen ist: die Schaffung eines Universitätscampus. Damals dachte man an ein gegenüber der Bürgergemeinde weitgehend abgeschottetes, ja durch Mauern getrenntes "Ghetto", das entsprechend der meist dem Klerus entstammenden mittelalterlichen Scholaren als "phaffenstadt" bezeichnet wurde. Der in unseren Tagen realisierte Universitätscampus Wien ist im Gegensatz dazu durch Offenheit, Durchlässigkeit und Eingebundenheit in sein städtisches Umfeld gekennzeichnet.

Im Rahmen des 650. Universitätsjubiläums fand von 29. April 2015 bis 18. März 2016 in der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte am Campus der Universität Wien (Hof 1.12) die Ausstellung "Vom AKH zum Uni-Campus" statt.

Das größte Einzelprojekt, das die drückende Raumknappheit lindern sollte, war zweifellos die Umwandlung des Alten Allgemeinen Krankenhauses in den Universitätscampus Wien, der am 16. Oktober 1998 durch Rektor Wolfgang Greisenegger und Bürgermeister Michael Häupl eröffnet wurde.

Die Stadt Wien hatte im Jahre 1988 das Krankenhausareal von 96.000 m2 mit seinen historischen Höfen und Gebäudetrakten, die zum Teil bis zum Jahr 1693 zurückgehen, der Alma Mater in großzügiger Weise zum Geschenk gemacht und damit eine historische Wende in der Kooperation von Stadt und Universität Wien eingeleitet. Die Universität hat diese Jahrhundertchance ergriffen und das ursprüngliche Armenhaus und spätere Großspital in den Universitätscampus Wien, eine grüne Oase der Begegnung, des Forschens, Lehrens und Lernens aber auch der Kultur und der Geselligkeit in allernächster Nähe zum Universitäts-Hauptgebäude in einer zehnjährigen Planungs- und Bauzeit umgestaltet. Die Finanzierung dieses Großprojektes wurde durch die Schenkung der Stadt (Notariatsakt unterzeichnet von Helmut Zilk und Wilhelm Holczabek, 7.12.1988), durch Bereitstellung von Bundesmitteln, aber auch durch ein zukunftsweisendes Drittmittelprojekt der Universität Wien sichergestellt. Es konnten in dem Komplex 15 Institute der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, die bislang disloziert waren, zusammengeführt werden. Damit wurde erstmals in der langen Geschichte der Alma Mater Rudolphina eine Idee verwirklicht, die schon in dem Stiftbrief Herzog Rudolfs IV. vom 12. März 1365 angeklungen ist: die Schaffung eines Universitätscampus. Damals dachte man an ein gegenüber der Bürgergemeinde weitgehend abgeschottetes, ja durch Mauern getrenntes "Ghetto", das entsprechend der meist dem Klerus entstammenden mittelalterlichen Scholaren als "phaffenstadt" bezeichnet wurde. Der in unseren Tagen realisierte Universitätscampus Wien ist im Gegensatz dazu durch Offenheit, Durchlässigkeit und Eingebundenheit in sein städtisches Umfeld gekennzeichnet.

Im Rahmen des 650. Universitätsjubiläums fand von 29. April 2015 bis 18. März 2016 in der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte am Campus der Universität Wien (Hof 1.12) die Ausstellung "Vom AKH zum Uni-Campus" statt.