Hans Leitmeier, Prof. Dr.

24.10.1885 – 15.6.1967
geb. in Wien gest. in Wien

Funktionen

DekanIn Philosophische Fakultät 1949/50

Leitmeier war 1892 mit seiner Mutter nach Graz gezogen, wo er ab 1904 an der Philosophischen Fakultät der Universität Graz studierte und am 21. Juni 1908 zum Dr.phil. promovierte. Noch im selben Jahr wurde er Privatassistent von Doelter am Mineralogischen Institut der Universität Wien, wurde zunächst Demonstrator, ab 1912 ordentlicher Assistent und wurde im September 1916 habilitiert (Privatdozent). Am 26. April 1922 wurde ihm der Titel eines ao. Professors verliehen, 1929 wurde er zum ao. Prof. ernannt und 1938 wurde ihm noch der Titel eines o. Prof. für Mineralogie und Petrographie verliehen.

Er wurde im Nationalsozialismus aus rassistischen Gründen verfolgt und am 28. Mai 1938 seines Amtes enthoben und von der Universität Wien vertrieben.

Leitmeier kehrte nach dem Ende NS-Regimes an die Universität Wien zurück und wurde am 14. November 1945 o. Professor und Vorstand des Mineralogisch-Petrographischen Instituts (1949/50 Dekan der Philosophischen Fakultät).
Seit 1946 war er auch korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Hans Leitmeier starb am 15. Juni 1967 in Wien und wurde in der Feuerhalle Simmering bestattet, wo mehr als zwei Jahrzehnte später auch seine Witwe, Dr.phil. Daisy Leitmeier (1905-1993), bestattet wurde.

CZEIKE Bd. 4 1995, 20; Friedhöfe Wien/Verstorbenensuche; TEICHL 1951.
Katharina Kniefacz, Herbert Posch
Ja