Martin Karplus, Prof. Dr.

1930
geb. in Wien

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Ehrendoktorat Dr. phil. h.c. 2014/15 Fakultät für Chemie

Martin Karplus floh nach dem "Anschluss" Österreichs mit seiner Familie über die Schweiz in die Vereinigten Staaten, wo er ab 1947 an der Harvard University Chemie studierte und im Jahr 1950 den B.A. erwarb. Nach dem Wechsel an das California Institute of Technology promovierte er in der Arbeitsgruppe um den späteren zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling 1953 zum Ph.D. 1953-55 arbeitete er im Rahmen eines Postdoc-Aufenthalts bei Charles Coulson an der Oxford University. 1955 wurde er Instructor und 1960 Associate Professor für Physikalische Chemie an der University of Illinois. 1960 wechselte er als Associate Professor an die Columbia University. Seit 1966 ist Karplus Professor an der Harvard University und übernahm dort 1979 den Theodore-William-Richards-Lehrstuhl für Chemie. Seit 1995 ist er auch Professor am Institut de Science et d'Ingénierie Supramoléculaires (I.S.I.S) der Universität Louis Pasteur (Universität Straßburg I) in Frankreich.
Am 9. Oktober 2013 wurde ihm gemeinsam mit Michael Levitt und Arieh Warshel "für die Entwicklung von Multiskalenmodellen für komplexe chemische Systeme" der Nobelpreis für Chemie zuerkannt. Die Arbeiten von Martin Karplus sind wichtige Beiträge auf dem Gebiet der physikalischen Chemie.

2015 erhielt Martin Karplus im Rahmen des Dies Honorum zum 650-Jahr-Jubiläum das Ehrendooktorat der Universität Wien und hielt dazu einen Vortrag  zu "Motion: Hallmark of Life. From Marsupials to Molecules"

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