Alfons Dopsch, Prof. Dr.

14.6.1868 – 1.9.1953
born in Lobositz died in Wien

Ehemann von Marie Dopsch (geb. von Ficker)

Functions

Dean Faculty of Philosophy 1916/17
Rector Faculty of Philosophy 1920/21
Senator Faculty of Philosophy 1929/30
Senator Faculty of Philosophy 1930/31
Senator Faculty of Philosophy 1931/32

Honors

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Honorary Doctorate Dr.iur. h.c. 1935/36 Faculty of Law and State
Monument in arcaded court 1965 Faculty of Philosophy

Von 1886 bis 1890 Studium an der Universität Wien. Von 1889 bis 1891 war Dopsch am Institut für Österreichische Geschichtsforschung tätig. Ab Mai 1892 gehörte Dopsch als Mitarbeiter der Diplomata-Abteilung der Monumenta Germaniae Historica an, 1893 habilitierte er sich mit 25 Jahren an der Universität Wien. 1898 erfolgte die Ernennung zum außerordentlichen, 1900 zum ordentlichen Professor für Geschichte in Wien. 1920/21 fungierte er als Rektor der Universität Wien.

Von der mittelalterlichen Urkundenlehre und Verfassungsgeschichte gelangte er zur Beschäftigung mit der Wirtschaftsgeschichte, in deren Bereich er grundlegende Arbeiten vorlegte: "Die Wirtschaftsentwicklung der Karolingerzeit" und "Wirtschaftliche und soziale Grundlagen der europäischen Kulturentwicklung aus der Zeit von Caesar bis auf Karl den Großen", wo er die These von der Kontinuität der Kulturentwicklung vertrat. 1922 wurde er erster Leiter des auf seine Anregung gegründeten Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeschichte (später in Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte umbenannt).

Seit 1909 war Dopsch Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1922 wurde er in die Commission de Cooperation Intellectuelle (Societe des Nations) aufgenommen, im Jahre 1923 gründete er die Österreichische Landeskommission des Völkerbundes. 1926-1933 Vizepräsident des Internationalen Historikerkomitees. Im Jahre 1936 erfolgte seine Pensionierung.

Thomas Maisel, Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert am 02/06/19

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