Max Braubach, o. Univ.-Prof. Dr. phil.

10.4.1899 – 21.6.1975
born in Metz, France died in Bonn, Germany

Honors

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Honorary Doctorate Dr. phil. h.c. 1964/65 Faculty of Philosophy

Max Braubach begann 1916 nach dem Abitur in Straßburg zunächst ein rechtswissenschaftliches Studium. Nach Militärdienst im Ersten Weltkrieg 1917/18 studierte er Geschichte und Nationalökonomie an den Universitäten Heidelberg, Bonn und München. An der Universität Bonn wurde er 1922 zum Doktor promoviert und 1924 habilitiert. Als Nachfolger seines Lehrers Aloys Schulte übernahm Braubach 1928 die ordentliche Professur für Geschichte an der Universität Bonn, die er bis zu seiner Emeritierung 1967 innehatte.

Während der NS-Zeit gehörte Braubach der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) und dem Reichsluftschutzbund an. Nach Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg befand er sich für mehrere Monate in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 

Als politisch "Unbelasteter" spielte er eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau der Universität Bonn, fungierte 1946/47 als Prodekan und Entnazifizierungsbeauftragter, 1947/48 als Dekan und 1959/60 als Rektor. 

Max Braubach forschte vor allem zur europäischen Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts (besonders im Rheinland), befasste sich jedoch als Forscher und Lehrender schon früh mit Fragen der Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert. So fungierte er u.a. auch als u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Zeitgeschichte in München (ab 1953).

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 600. Jubiläum der Universität Wien 1965 sollte 30 herausragenden WissenschafterInnen das Ehrendoktorat verliehen werden. In Vorbereitung darauf nominierte der Fachbereich Geschichte Max Braubach. Eine eigens eingesetzte Kommission der Philosophischen Fakultät beriet am 9. Dezember 1963 über die bis dahin eingelangten Anträge für Ehrendoktorate aus den verschiedenen Fächern der Fakultät und übermittelte dem Rektorat und dem Senat anschließend eine Liste von 10 Personen, die im Rahmen des bevorstehenden Jubiläums mit der Ehrenpromotion geehrt werden sollten. Der Akademische Senat bestätigte die insgesamt 26 Vorschläge aller Fakultäten am 9. Mai 1964 „en block“ und einstimmig, und legte diese dem Bundesministerium für Unterricht unter Theodor Piffl-Perčević vor. Nach ministerieller Genehmigung wurden die nominierten Wissenschafter von den Dekanen von der beabsichtigten Ehrung informiert. 
Am 11. Mai 1965 wurde Braubach schließlich im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten das Ehrendoktorat verliehen. Als Dekan der verleihenden Philosophischen Fakultät stellte Walther Kraus ihn als neuen Ehrendoktor vor:

„Dr. Max Braubach, ordentlicher Professor der Geschichte in Bonn, ist der führende deutsche Fachmann für die Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, für die Reichsgeschichte dieses Zeitraumes ebensowohl wie im besonderen für die Geschichte der westdeutschen Territorien. Wir in Österreich sind Herrn Professor Braubach zu besonderem Dank verpflichtet für sein monumentales Werk über den Prinzen Eugen von Savoyen, von dem drei Bände bereits erschienen und zwei weitere zu erwarten sind.“
(Die Sechshundertjahrfeier der Universität Wien. Offizieller Festbericht, Wien 1965, S. 51)

Siehe auch

> Portal Rheinische Geschichte (abgerufen am 06.11.2025)
> Wikipedia (abgerufen am 06.11.2025)
> Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Archiv: Nachlass Max Braubach (pdf) (abgerufen am 06.11.2025)

Archiv der Universität Wien, Senat S 199.3.16, (Braubach, Max: Verleihung des Ehrendoktorats)

Katharina Kniefacz

Zuletzt aktualisiert am 11/06/25

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