Anton Benya

8.12.1912 – 5.12.2001
geb. in Wien gest. in Wien

Politiker, Nationalrats-Präsident, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB)

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
EhrenbürgerIn civ.h.c. 1965/66

Anton Benya, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), wurde am 24. Juni 1966, im Nachklang zum 600 Jahr Jubiläum der Universität Wien, gemeinsam mit neun anderen Vertretern aus Wirtschaft, Medien und Sozialpartnerschaft (Friedrich Adamek, Franz Heissenberger, Fritz Klenner, Erwin Kuffler, Hans Martinek, Josef Neubauer, Rudolf Sallinger, Hellmuth Slaik und Alfons Übelhör) zum "Ehrenbürger der Universität Wien" ernannt, da er "… QUI CONSILII AD IUBILAEUM UNIVERSITATIS NOSTRAE CELEBRANDUM CONDITI PARTICEPS AUCTORITATE OFFICII SUI DE EXSTRUENDIS AEDIBUS PROFESSORUM OPTIME MERITUS EST " (Wortlaut Diplom). Er "hat dem aus Anlaß des Universitätsjubiläums gegründeten und aus Persönlichkeiten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens gebildeten Jubiläumskomitee angehört, [...], hat der Universität große wirtschaftliche Vorteile gebracht aber auch zur allgemeinen Verbreitung des 'Universitäts-Gedankens' beigetragen" (aus der Antrags-Begründung).

Der gelernte Elektromechaniker Anton Benya schloss sich früh der Sozialdemokratie und den Freien Gewerkschaften an, die beide im Austrofaschismus in die Illegalität gedrängt und verboten wurden, weshalb er 1934 und 1937 inhaftiert wurde.

1945 wurde er Funktionär des neu gegründeten Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) trat der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie bei. Ab 1948 einer der leitenden ÖGB-Sekretäre, ab 1959 Vizepräsident und 1963-1987 Präsident des ÖGB und war ein bedeutender Verfechter der Sozialpartnerschaft.

Der SPÖ-Politiker war 1956-1986 auch Abgeordneter und 1971-1986 Erster Präsident des Nationalrats der Republik Österreich. Darüber hinaus war er 1990-1993 Präsident des Fussballvereins Sportklub Rapid Wien und ab 1993 dessen Ehrenpräsident.Langjähriger Präsident des Aufsichtsrates des Unternehmens Konsum Österreich

Anton Benya gehörte als Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) 1965 dem "Jubiläumskomitee" der Universität Wien an, das aus Persönlichkeiten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens gebildet worden war und das anlässlich der Feier des 600 Jahr Jubiläums der Universität Wien, dafür sorgen sollte, die Universität wirtschaftlich zu unterstützen aber auch den Universitäts- und Bildungsgedanken im öffentlichen Bewußtsein zu verankern.

Dafür wurde er am 24. Juni 1966, im Nachklang zum 600 Jahr Jubiläum der Universität Wien, gemeinsam mit neun anderen Vertretern aus Wirtschaft, Medien und Sozialpartnerschaft zum "Ehrenbürger der Universität Wien" ernannt.

Er war Träger zahlreicher weiterer Auszeichnungen, darunter auch das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich (1972), Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um das Land Wien (1972), zahlreiche internationale Verdienstorden und Auszeichnnugen, Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs (1977), Ehrenbürger der Stadt Wien (1977) sowie die Ehrenmedaille und Ehrensenator der Wirtschaftsuniversität Wien (1979)

Nach ihm wurden in Wien 4 der Anton-Benya-Park und in Wien 12 das Anton Benya Haus (Arndtstraße 65–67) und 2017 in Wien 12 Meidling die Benyastraße benannt und er wurde mit einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof gewürdigt.

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert am 15.10.2020 - 10:28

  • Anton Benya

    BestandgeberIn: Bildarchiv Austria, Institut für Zeitgeschichte

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