Peter Henn

23.1.1934 – 22.9.1990

Kommerzialrat, Generaldirektor

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
EhrenbürgerIn civ.h.c. 1986/87 Katholisch-Theologische Fakultät

Generaldirektor Kommerzialrat Peter Henn Peter wurde am 18. November 1986 zum Ehrenbürder ernannt als "... DIRECTOREM GENERALEM QUI PECUNIA LIBERALISSIME DONATA EFFECIT, UT THEOLOGI CATHOLICI NONNULLAS SUAE DISCIPLINAE QUAESTIONES DILIGENTISSIME PERTRACTARE POSSENT" (Wortlaut Diplom)

Peter Henn wurde 1934 als Sohn von Ing. Emil Henn und Irmgard Henn, geb. Fischer-Colbrie, in Wien geboren besuchte das Gymnasium, musste aus finanziellen Gründen (Vater noch in russischer Kriegsgefangenschaft) abbrechen musste und neben einer Halbtagsbeschäftigung die zweijährige Handelsschule absolvierte und dann neben der Berufstätigkeit die Abendkursen die Maturaschule besuchte, sodass er  zu ursprünglich geplanten Termin die Gymnasialmatura ablegen konnte. Er inskribierte an der Hochschule für Welthandel (heute: Wirtschaftsuniversität Wien), musste nach einem Jahr und dem Tod des Vaters das Studium aber wieder abbrechen und kaum 20-jährig die Leitung der 1925 gegründeten väterlichen Firma "Brüder Henn" übernehmen. 1957 heiratete er Dr. Felicitas Möschl.führte mit seinen beiden Brüdern die Firma erfolgreich weiter und expandierte und wurde mit fünf Firmen im und Ausland erfolgreich. Er war Generaldirektor der BRÜDER HENN HOLDING-GESmbH und Geschäftsführer in weiteren drei Personengesellschaften mit Fokus auf um Vertriebs-, Finanzierungs-, Steuer- und Marketingfragen

Im April 1986 beantragte der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. W. Langer, namens des doritgen Professorenkollegiums um Verleihung der Ehrenbürgerschaft und begründete dies mit folgenden Verdiensten:

"Herr Henn hat bisher zwei Institute der Fakultät durch namhafte Summen unterstützt und ist bereit, die Forschungsarbeit der Fakultät weiter zu unterstützen.
Das Institut für alttestamentliche Bibelwissenschaft und biblischorientalische Sprachen (Prof. Kornfeld) erhielt von ihm im Jahr 1983 ÖS 300.000,-, im Jahr 1986 weitere ÖS 500.000,­ für Untersuchungen 1) zu altorientalischen Graffiti an altägyptischen Tempeln in Oberägypten und Sudan; 2) zu altorientalischen Texten in europäischen und außereuro­päischen Museen.
Das Institut für Patrologie und Ostkirchenkunde (Prof. Suttner) erhielt von ihm im Jahr 1982 ÖS 500.000,- für die personellen Erfordernisse bei der Erforschung 1) der Geschichte der armenischen Kirche in Österreich-Ungarn; 2) theologie- und kirchengeschichtlicher Schwerpunktthemen bezüglich des offiziellen theologischen Dialogs zwischen der kath. und der orth. Kirche.
Für 1987 sagte Herr Henn diesem Institut verbindlich die Finanzierung einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Rumänischen Orthodoxen Kirche zu; die Kosten werden voraussichtlich die Höhe von ca. ÖS 300.000,- erreichen. Angesichts der besonderen Forschungsschwerpunkte erwächst dem Institut aus der gemeinsamen Veranstaltung große Hilfe; allein die Finanzierungszusage hatte z.B. die sofortige Behandlung eines längere Zeit liegen gebliebenen Antrags von Studenten des Instituts auf Studienmöglichkeiten in Rumänien zur Folge.
Angesichts der Größenrelation zwischen den Donationen des Herrn Henn und der ordentlichen Dotation aus dem jährlichen Budget der Universität muß der Fakultät an der Fortdauer des Mäzenatentums von Herrn Henn sehr gelegen sein. "

Peter Henn wurde daraufhin am 18. November 1986 mit dem Titel "Ehrenbürger der Universität Wien" ausgezeichnet.

Er war vielfach ausgezeichnet: Commendatore des Ritterordens vom HI. Papst Sylvester, Commendatore des Ritterordens von Hl. Grabe zu Jerusalem, Ehrenkreuzherr des ritterlichen Kreuzherrenordens mit dem Roten Stern, Ehrenmitglied des Augustinerordens O.S.A., Ehrenmitglied der Mechitaristencongregation, Besitzer des Großen Patriarchalkreuzes der Rumän.-Orth. Kirche, Ehrenbürger der Gemeinde Hofamt Priel/OÖ, Präsident der Österreichischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen, Inhaber zahlreicher in- und ausländischer, staatlicher und kirchlicher Auszeichnungen; Leitendes Mitglied in außenhandelspolitischen, karitativen und kulturellen Vereinigungen und Gremien

Er starb am 22. September 1990 in Wien und ist bestattet am Sieveringer Friedhof.

UAW RA GZ 71/4 ex 1985/86 (= S 229.15.04)

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert am 04.04.2022 - 11:37

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