Katja Sturm-Schnabl, ao. Univ.-Prof. Dr.

17.2.1936
born in Zinsdorf, Gemeinde Magdalensberg, Kärnten, Austria

Honors

Ehrung Titel Datierung Faculty
Honorary Senator sen.h.c. 2021/22

Im Rahmen eines Festaktes verlieh die Universität Wien am 1. September der Mikrobiologin Renée Schroeder, der Bildungspsychologin Christiane Spiel sowie der Slawistin und Byzantinistin Katja Sturm-Schnabl den Titel der Ehrensenatorin. Mit dieser Auszeichnung werden langjährige Verbundenheit und höchste Verdienste von Persönlichkeiten honoriert, die sich in besonderem Maße an der Universität und bei der Erfüllung ihrer wissenschaftlichen Aufgaben engagiert haben. Die Verleihung erfolgte durch Rektor Heinz W. Engl.

Katja Sturm-Schnabl ist eine international anerkannte Slawistin und Byzantinistin. Von 1984 bis 2016 – bis zu ihrem 80. Lebensjahr – lehrte sie am Institut für Slawistik an der Universität Wien. Unter ihren zahlreichen Publikationen hervorzuheben ist die aus einem FWF-Projekt hervorgegangene, dreibändige Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška. Dabei handelt es sich um ein einzigartiges Sammelwerk zur Dokumentation und zum Erhalt der slowenischen Historiographie und Kultur. Neben sechs Buchausgaben verfasste Sturm-Schnabl 99 wissenschaftliche Abhandlungen, die in slowenischer, französischer, russischer, serbischer, kroatischer, deutscher und japanischer Sprache publiziert wurden. Besondere Bedeutung erlangte Sturm-Schnabl auch als Übersetzerin: Aus dem Französischen, dem Serbischen, dem Kroatischen und Slowenischen übersetzte sie drei Bücher und 128 wissenschaftliche Artikel.
Als Angehörige der vom NS-Regime verfolgten slowenischen Minderheit wurde sie 1942 aus ihrem Heimatort Zinsdorf/Svinča vas, das nordöstlich von Klagenfurt/Celovec liegt, im Alter von sechs Jahren in die deutschen Lager Rehnitz (im heutigen Polen) und Eichstätt deportiert. Seit 2006 ist Sturm-Schnabl als Zeitzeugin aktiv und hält Erinnerungsvorträge an österreichischen und anderen europäischen Schulen. Als Mitglied des Kuratoriums des Mauthausen Komitees Österreich setzt sie sich weiterhin aktiv für die Menschenrechte und gegen Diskriminierungen aller Art ein.

> Wikipedia
> Medienportal der Universität Wien: Drei Ehrensenatorinnen (2022)

Zuletzt aktualisiert am 09/08/22

Druckversion