Dominik Mayer, o. Univ.-Prof. Dr. theol.

1.8.1809 – 4.5.1875
geb. in Röschitz gest. in Wien

Funktionen

DekanIn Katholisch-Theologische Fakultät 1854/55
DekanIn Katholisch-Theologische Fakultät 1859/60
Rektor Katholisch-Theologische Fakultät 1862/63

Dominik Mayer nahm nach der Gymnasialmatura ein Studium der katholischen Theologie an der Universität Wien auf. Nach seiner Priesterweihe am 22. Juli 1834 war er als Studienpräfekt und Subrektor am Wiener fürsterzbischöflichen Priesterseminar tätig. Parallel wirkte er als Adjunkt an der Theologischen Fakultät der Universität Wien und absolvierte die Rigorosen zur Erlangung des theologischen Doktorgrades. Anschließend wurde er Kooperator (Seelsorger) in der Pfarre „Zu den heiligen Schutzengeln“ auf der Wieden (heute: 4. Wiener Gemeindebezirk) und ab 1844 Kooperator an der Pfarre Am Hof.

1851 folgte Dominik Mayer einem Ruf als ordentlicher Professor für Pastoraltheologie an die Universität Wien. Hier fungierte er in den Studienjahren 1854/55 und 1859/60 als Dekan der Theologischen Fakultät sowie 1862/63 als Rektor.
In den Jahren 1857 bis 1863 war er zudem als Direktor des Wiener Priesterseminars tätig. Für seine Tätigkeit wurde er mit dem Titel eines Geheimen päpstlichen Kämmerers geehrt.

Nach dem Tod des Militärbischofs Johann Michael Leonhard trat Mayer dessen Nachfolge an und wurde 1863 zum Apostolischen Feldvikar der k. k. Armee ernannt sowie zum Titularbischof von Cisamus geweiht. Mayer hatte in dieser Funktion wesentlichen Einfluss auf die Reform der Militärseelsorge, die unter anderem die Aufhebung der Feld-Superiate und Regimentsseelsorgen sowie die Gehaltsregulierung der Feldkaplane umfasste.

Dominik Mayer verstarb am 1875 in Wien und wurde in seinem Geburtsort Röschitz bestattet.

Österreichisches Biographisches Lexikon
> Wikipedia

Katharina Kniefacz

Zuletzt aktualisiert am 31.05.2020 - 18:41