Franz Xaver Ritter von Matoschek, Prof. Dr. med.

1760 – 27.4.1828
geb. in Hohenstadt/Mähren (Zábřeh, Tschechien)

Funktionen

DekanIn Medizinische Fakultät 1809/10
DekanIn Medizinische Fakultät 1810/11
DekanIn Medizinische Fakultät 1811/12
Rektor 1812/13

Franz Xaver Matoschek besuchte das Gymnasium in Wien, um anschließend die philosophischen Jahrgänge sowie seine arzneiwissenschaftlichen Studien an der Universität Wien zu absolvieren. Nach seiner Promotion zum Dr. med. war er zunächst als praktischer Arzt in Wien tätig.

Matoschek lehrte an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und übte ab 1810 als Vizedirektor der medizinisch-chirurgischen Studien über diese hinaus großen Einfluss aus. In dieser Funktion oblag ihm die Oberaufsicht über das gesamte medizinische sowie tierarzneiliche Studienwesen im Kaiserreich, welches er reformierte, sowie über alle verwandten Anstalten und Sammlungen (Museen und Kabinette), für deren Förderung und fortschrittliche Ausstattung er sorgte. Parallel wurde er als staatlicher Gutachter und Zensor in Sanitätsgegenständen herangezogen.

Das Professorenkollegium der Medizinischen Fakultät wählte ihn in den Studienjahren 1809/10, 1810/11 und 1811/12 zum Dekan. Anschließend übernahm er im Studienjahr 1812/13 das Amt des Rektors.

Für seine Verdienste wurde Franz Xaver Matoschek mehrfach geehrt. So wurde er 1815 in den erbländischen Adelstand sowie 1820 in den erblichen Ritterstand erhoben (Franz Xaver Ritter von Matoschek).

> Wikisource: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich

Katharina Kniefacz

Zuletzt aktualisiert am 30.05.2021 - 20:24

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