Mathias Paulus Steindl, Dr. theol. h. c.

24.9.1761 – 2.5.1828
geb. in Wien-Wieden, Österreich gest. in Wien, Österreich

(Matthias Paulus Staindl)

Ehrungen

Ehrung Titel Datierung Fakultät
Ehrendoktorat Dr. theol. h.c. 1803 Katholisch-Theologische Fakultät

Funktionen

DekanIn Katholisch-Theologische Fakultät 1808/09
Rektor 1814/15

Mathias Paulus Steindl, Sohn eines Schuhmachers, studierte Theologie in Wien und wurde 1787 zum Präfekten des Wiener Generalseminars ernannt. Am 27. Juli 1788 empfing er die Priesterweihe. 1793 zum Vizedirektor und 1794 zum Direktor des Wiener Priesterseminars ernannt, leitete er dieses bis 1806. Wegen seiner autoritätskritischen und angeblich demokratischen Einstellung geriet er hier 1795 in Konflikt mit den staatlichen Autoritäten, wurde jedoch nach Intervention des Wiener Erzbischofs Christoph Anton von Migazzi begnadigt.

Steindl wurde 1803 zum Professor für griechische Sprache und neutestamentliches Bibelstudium an der Universität Wien berufen. Die Theologische Fakultät verlieh ihm im selben Jahr das Ehrendoktorat (Dr. theol. h. c.). Im Studienjahr 1808/09 fungierte er als Dekan seiner Fakultät, 1808 zudem als Prüfungskommissär und 1814/15 als Rektor der Universität Wien.

1806 übernahm Mathias Steindl gleichzeitig mit der Ernennung zum niederösterreichischen Regierungsrat die Aufgaben des Referenten für Studien und geistliche Angelegenheiten, die er bis zu seinem Tod ausführte. Ebenso war er Mitglied der von Erzbischof Sigismund Anton von Hohenwart geleiteten k. k. Hofkommission in deutschen Schulsachen und wirkte als Zensor für theologische Schriften.

1814 erfolgte seine Aufnahme als Ehrenkanonikus in das Metropolitankapitel zu St. Stephan, wo er 1817 zum Domherren aufstieg. Im selben Jahr wurde er zunächst zum Generalvikar der Wiener Erzdiözese und nur wenig später zum Weihbischof in Wien und Titularbischof von Antinopolis ernannt. Die Bischofsweihe vollzog Erzbischof Hohenwart. 1821 zum Domkustos von St. Stephan erhoben, fungierte er zudem als Präses des erzbischöflichen Konsistoriums.

Katharina Kniefacz

Zuletzt aktualisiert am 13.01.2022 - 16:15